Antibiotikaeinsatz auf ein unumgänglicheAEF-Gruppe-Vechtas Maß reduzieren


Bundesweit einzigartiger Ratgeber für die Antibiotikareduzierung in der Tierhaltung


Vechta. Der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung muss in Deutschland auf ein unumgängliches Maß reduziert werden. Diese Forderung wurde in einer Pressekonferenz zum Thema Tiergesundheit aufgestellt, in der zugleich ein Strategie-Handbuch mit konkreten Maßnahmen präsentiert wurde.
 

Tiergesundheit als vorbeugender Verbraucherschutz

„Es wendet sich an alle, die täglich mit Tiergesundheit zu tun haben und soll ihnen eine Hilfestellung geben, damit Schritt für Schritt der Antibiotikaeinsatz nachhaltig reduziert werden kann“, sagte der Vorsitzende des Agrar- und Ernährungsforums Oldenburger Münsterland (aef) Uwe Bartels, Minister a.D. „Der Schlüssel dazu liege in der Verbesserung und Absicherung der Tiergesundheit. Tiergesundheit ist zugleich vorbeugender Verbraucherschutz“, so Bartels. Er erläuterte die Entstehung und Anwendung des Ratgebers gemeinsam mit dem Sprecher der Arbeitsgruppe, dem Veterinär Dr. Thomas große Beilage.
 

Handlungsbedarf bei Antibiotika-Reduzierung

Das Agrar- und Ernährungsforum Oldenburger Münsterland habe aus seiner besonderen Verantwortung für die Nutztierhaltung im Oldenburger Münsterland den Ratgeber gemeinsam mit Experten seiner Mitgliedsunternehmen entwickelt, so Bartels. Er trage den Titel „Tiergesundheit im Oldenburger Münsterland“, sei aber in dieser Form ein bundesweites Novum und werde daher auch in ganz Deutschland auf großes Interesse stoßen. Denn die Sorge um die Entstehung von Resistenzen infolge der Antibiotikaanwendung beängstige die Gesellschaft zunehmend, Handlungsbedarf sei dringend gegeben.
 

Ratgeber für Tierhalter von Nutztieren herausgegeben

Der Ratgeber enthalte praxisnahe und umsetzbare Handlungsempfehlungen für die Tierhalter und weitere Akteure der Wertschöpfungskette zur Verbesserung der Tiergesundheit und damit zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes.

Das aef benenne mit der Broschüre zahlreiche bewährte, aber auch viele innovative Handlungsmöglichkeiten, betonte der Arbeitsgruppensprecher gr. Beilage: „Wir müssen unsere Möglichkeiten konsequent nutzen. Einige der Maßnahmen sind einfach und direkt umzusetzen, andere sollten von Spezialisten begleitet werden.“

Das Oldenburger Münsterland könne hier mit einer breiten Palette professioneller Mehrwert-Partner aufwarten, die überdurchschnittliche Leistungen für die Tiergesundheit bieten: Hygienedienstleister für die Sauberkeit im Stall, Futtermittelunternehmen für eine optimale Ernährung der Tiere, Stalleinrichter für ein modernes Stallmanagement, die vor- und nachgelagerten Bereiche der Urproduktion sowie der vertraute Veterinär vor Ort.

Im zweiten Schritt plant das aef die Erstellung einer umfassenden digitalen Datensammlung mit Fakten, Erkenntnissen und Maßnahmen rund um das Thema „Tiergesundheit“. Hier haben Tierhalter die Möglichkeit, einen speziell auf ihren Betrieb maßgeschneiderten Maßnahmenkatalog für die Tiergesundheit abzurufen.

Quelle und Kontakt:

Agrar- und Ernährungsforum
Oldenburger Münsterland e.V.

Driverstraße 18 ▪ 49377 Vechta
Tel. 04441.85389-10, Fax. 04441.85389-20
E-Mail: overberg@aef-om.de
www.aef-om.de
Vorsitzender: Uwe Bartels Min.a.D.
Büroleitung: Ruth Overberg
 
 
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Die Arbeitsgruppe des AEF wurde von Herrn Dr. Arndt Schäfer, Produktentwicklung Schwein unterstützt.
 
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