Dampf und Rezeptur entscheiden 
über Pelletqualität

 
Neuenkirchen – Die Deutsche Vilomix veranstaltete am 4.7.2012 ein Fachseminar 
für Mischfutterhersteller. 
Das Thema: „Bessere Pellets, weniger Energieeinsatz - Welchen Einfluss hat die Rezeptur?“.
 
„Wir sind über die vielen Anmeldungen und positive Resonanz aus unserem Kundenkreis hoch erfreut“ berichtet Fritz Pucher, Vilomix-Berater im Verkaufsgebiet West, „der große Konferenzraum war bis auf den letzten Platz besetzt.“ Etwa 40 Kunden, zumeist Rezepteure und Mitarbeiter der Produktion waren der Einladung des Vertriebsteams gefolgt, um über Verbesserungen bei der Herstellung von pelletiertem Futter zu diskutieren.
 

Rezepturen gewährleisten gleichbleibende Produktqualität

Herr Pucher führte die Seminarbesucher in das Thema ein und gab Hinweise, in wie 
weit die Rezepturen, die Komponentenauswahl und der Vermahlungsgrad Einfluss auf die Pelletqualität haben. Fachliche Unterstützung bekam Herr Pucher von Herrn Bernhard 
gr. Austing vom Mischfutterwerk Austing, Damme-Oldorf. Wesentliche Vorteile des 
Pelletierens sind die Einsparungen von Transport- und Lagerraum durch das Verdichten. 
Durch die Stabilisierung der Mischungen ist eine gleichbleibende Produktqualität gewährleistet. 
Dies führt zu einer Reduzierung der Futterselektion bei den Tieren, sowie zu einer verbesserten Futteraufnahme und Futterverwertung.
 
Etwa 60% des gesamten Energieverbrauchs werden benötigt für Konditionieren, Pressen 
und Kühlen. Bestimmend für die Pelletqualität sind die Kriterien Abriebfestigkeit und 
Feuchtigkeit. Die wesentlichen Inhaltsstoffe des Futters wie Rohfett, Rohprotein, Rohfaser
und Stärke nehmen Einfluss auf den Presswiderstand.
 
Anhand der unterschiedlichen Futterzusammensetzungen erläuterte Herr Pucher dar, 
wie sich die Mischungen aus Sicht eines Tierernährers bzw. Rezepteurs optimieren 
lassen, ohne dass Probleme bei der Pelletherstellung auftreten, wenn z.B. die Summe 
an flüssigen Komponenten zu hoch ist.
 

Investion in Dampfproduktion kalkulierbar

Im zweiten Vortrag ging Herr Johannes Ortmeyer, Georg Hagelschuer GmbH / Dülmen 
auf die Dampfqualität bei der Pelletierung ein. „Ein konstanter Satt-Dampf in der 
richtigen Stärke ist entscheidend für die erfolgreiche Pressfutterproduktion mit möglichst geringem Energieeinsatz.“ Die stetig steigenden Energiekosten zur Pelletierung lassen 
Investitionen in eine effizientere Dampfproduktion wirtschaftlich kalkulieren.
 

Presshilfsmittel beeinflussen Pelletqualität

Jan Speerstra aus den Niederlanden referierte über Möglichkeiten und Grenzen von Presshilfsmitteln. Er hob die Bedeutung der Pelletqualität auf die wirtschaftliche 
Fütterung hervor und machte Verbesserungsvorschläge. Mit dem „Futter Pellet Qualitäts Faktor“ (FPQF) kann eine Vorhersage für die Pelletiereigenschaften einer Futtermischung berechnet werden. Somit kann man bereits beim Erstellen einer Futtermischung auf die Pelletiereigenschaften Einfluss nehmen. 
Mit PellTech® und LignoBond DD® stellte Herr Speerstra zwei Presshilfsmittel vor, mit 
denen sich nachweislich die Pelletqualität beeinflussen lässt. In Versuchen mit dem 
Bindemittel LignoBond DD, einem Kalzium-Ligninsulfonat, steigerte sich die Produktionsrate 
um 41%, zugleich sank der Energieverbrauch um 19%. Die Stabilität und Härte der Pellets verbesserte sich.
 

optimalen Pelletfestigkeit festlegen

Im letzten Vortrag stellte Herr Corc Bahcecioglu den Holmen Pellet-Tester vor. 
„Schlechte Pellet-Qualität verringert die Leistungen bei Nutztieren“ so die zentrale 
Aussage seines Vortrages. Dabei gibt es keinen einheitlichen Standard für die 
Haltbarkeit von Futterpellets. Jeder Mischfutterhersteller müsse selbst festlegen, wie er die 
optimale Pelletfestigkeit definiert. Entscheidende Größen hierfür sind die 
Transportwege, die örtlichen Bedingungen und die speziellen Kundenanforderungen. Damit die Qualität gleichbleibend gut ist, müssen aber einheitliche und regelmäßige 
Tests vorgenommen werden. Der Experte erklärte in diesem Zusammenhang den 
PDI „Pellet Durability Index“, mit dem sich die Stabilität definieren lässt.
 
Abschließend empfahl Herr Pucher allen Mischfutterherstellern die Seminare zur Pelletherstellung des IFF-Forschungsinstitut Futtermitteltechnik in Braunschweig-Thune.
 
 
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an:
 
Andreas Dreishing
Dr. Andreas Dreishing
Geschäftsführer
 
Telefon: 05493 9870-56
Telefax: 05493 9879-56
 
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