Enzyme wirken in Fermenter von Biogasanlagen

Lesen Sie im Folgenden die ausführliche Stellungnahme unseres Kooperationspartners Biogas Additive zu der Studie des FNR-Projektes.

 

„Praxiserfahrung zeigt: Enzyme wirken im Fermenter!“


Eine Studie im Auftrag der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) verunsichert die Biogasbranche. Die Ergebnisse des Projekts „Untersuchungen und Bewertung zum Einsatz von Enzymen in Biogasanlagen“ besagen, dass Enzyme im Fermenter keine wirtschaftlichen Vorteile bringen. Teilweise reißerisch aufgemachte Artikel in Fachzeitschriften wie „top agrar“ oder „agrarzeitung“ sprachen im Zusammenhang mit Enzymen sogar von „Zaubermitteln“ und „Heilsversprechen“.


„Solche Meldungen unter dem Deckmantel der seriösen Wissenschaft verunsichern die Anlagenbetreiber“, sagt Michael Höfermann, Geschäftsführer von Biogas-Additive.de, „wobei von den Journalisten kaum jemand den 238 Seiten starken Abschlussbericht selbst gelesen haben wird“. Biogas-Additive.de, einer der Marktführer beim Verkauf von Enzymen für Biogas-Anlagen in Deutschland, kann andere Erfahrungen und Messergebnisse vorweisen. „Die richtigen Enzyme in korrekter Dosierung rechnen sich“, betont Verkaufsleiterin Dorothea Telschow. Besonders folgende Mängel kritisiert die Diplom-Ingenieurin an der FNR-Studie:

Enzym ist nicht gleich Enzym

Enzyme sind Grundbausteine des Lebens. Alle Lebewesen produzieren Enzyme zur Steuerung ihrer Stoffwechselvorgänge. Die Wissenschaft kennt aktuell rund 6.000 verschiedene Enzyme, von denen rund 100 industriell für unterschiedlichste Anwendungen genutzt werden. In der Futtermittelbranche gehört der Einsatz von Enzymen inzwischen zum Stand der Technik. In der relativ jungen Biogasbranche haben sich mehrere Enzympräparate am Markt etabliert, die sich in der Kombination und Konzentration ihrer bioaktiven Inhaltsstoffe teilweise erheblich voneinander unterscheiden.

„Alleine vor diesem Hintergrund ist es absolut unwissenschaftlich, in unzulässiger Verkürzung von ‚den Enzymen’ zu sprechen“, kritisiert Telschow. „Genauso könnte man generalisierend von ‚den Bakterien’ oder ‚der Technik’ sprechen, um Biogasanlagen zu bewerten.“ Was den Berichten über die Studie fehle, sei die differenzierte Darstellung der durchaus komplexen und vielschichtigen Ergebnisse.

Erkenntnisse aus Praxis und Wissenschaft wurden nicht berücksichtigt

Laut Telschow wurde das ZYmaXX®-Enzympräparat von Biogas-Additive.de im FNR-Projekt nicht getestet, obwohl ihr Unternehmen das Produkt dem federführend beteiligten Institut für Agrartechnik Potsdam-Bornim e.V. (ATB) mehrfach angeboten hatte. Ebenso sei die Zusammenarbeit mit anerkannten Enzym-Experten abgelehnt worden, beispielsweise mit der Berliner Biopract GmbH, einem der Pioniere bei Enzymen für Biogasanlagen. „Die Ignoranz der beteiligten Forschungseinrichtungen spiegelt sich darüber hinaus in der Literaturrecherche wider, bei der durchaus vorhandene Veröffentlichungen mit positiven Ergebnissen beim Einsatz verschiedener Enzympräparate konsequent ausgeblendet wurden“, moniert die Ingenieurin. „Man wollte wohl unter sich bleiben und hat überwiegend eigene frühere Veröffentlichungen zitiert.“ Angeblich hätten dem Institut keine Erkenntnisse von Dritten vorgelegen.

Gravierende Mängel bei Durchführung und Auswertung der Versuche

„Untersucht wurden im Projekt also überwiegend Enzymgemische, die kommerziell gar nicht auf dem Markt sind, also auch nicht in Biogasanlagen landen“, so Telschow. Darüber hinaus ist ihr Unternehmen auf grobe Fehler bei der Auswertung und Interpretation der Versuchsergebnisse gestoßen. Lese man die 238 Seiten im Detail, seien positive Effekte in den untersuchten Praxisanlagen aufgetreten, auf die die Studie aber kaum eingeht. „Was sollte in dem FNR-Projekt mit 1,7 Millionen Euro Fördermitteln über vier Jahre eigentlich bewiesen werden?“, fragt sich Telschow.

Praxisferne und unwirtschaftliche Enzymdosierung

Letztlich behauptet die Studie, dass Enzyme wirtschaftlich unrentabel sind. Die Kosten seien höher als das Einsparpotenzial. „Kein Wunder!“, kontert Dorothea Telschow. „In den Versuchen wurden zehn Mal bis 250-Mal höhere Enzymkonzentrationen verwendet, als wir in der Praxis empfehlen. Diese massive Überdosierung bringt der Anlage nichts und rentiert sich natürlich auch nicht.“

„Unsere Erfahrungen mit sehr vielen zufriedenen Anlagenbetreibern widersprechen den Ergebnissen des FNR-Projektes eindeutig“, betont Geschäftsführer Höfermann. Allein seine Firma Biogas-Additive.de verkauft inzwischen etwa 25 Tonnen Biogas-Enzyme pro Jahr. Rechnet man mit einer Dosierung von nur 100 Gramm Enzympräparat je 100 kW elektrischer Leistung, verhilft das Unternehmen in Summe Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 70 MW zu höheren Biogasausbeuten, stabileren Prozessen und wirtschaftlich äußerst interessanten Kosten-Nutzen-Faktoren von 1:2 bis 1:5.

„Der Einsatz verschiedener Enzympräparate als erfolgreiches Instrument der Anlagenoptimierung ist längst in der Praxis angekommen“, resümiert Telschow. „Wir betrachten den FNR-Bericht als Basis für eine überfällige ernsthafte und differenziert geführte Auseinandersetzung auf wirklich wissenschaftlichem Niveau.“
 
  • Hier finden Sie den FNR-Bericht.

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Andreas Rinne
Leitung Werk Hess. Oldendorf,
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