Fachseminare am Produktionsstandort Haldensleben

Seminar Haldensleben Rinderpraktiker3 Jahre nach Produktionsstart in Sachsen-Anhalt lud die Deutsche Vilomix Tierernährung GmbH im Juni Praktiker zu Seminaren für den Rinder- und
Schweinebereich in das Werk Haldensleben ein.

Zahlreiche Interessenten nutzen die Möglichkeit, einen Blick „ hinter die Kulissen“ des Premix- und Mineralfutterwerkes für Schweine, Rinder, Geflügel, Pferde und Schafe zu werfen und diskutierten in Fachseminaren aktuelle Problemstellungen.

Dr. Bernhard Wesseling, Geschäftsführer der Vilomix, begrüßte die Teilnehmer
und verwies auf das erstmalige Fachgespräch in Haldensleben vor 4 Jahren,
welches vor der Eröffnung des neues Produktionsstandortes stattfand. Rückblickend
auf das damaligen Ziel, als flexibler und kundennaher Partner in Fragen der
Tierernährung und als Lieferant individueller, betriebsspezifischer Vormischungen,
Mineralfutter und Handelsware vor Ort zu agieren, sah Herr Wesseling aus heutiger
Sicht als Erfolgsgeschichte. Die Entwicklung der Verkaufsmengen haben die damaligen Erwartungen übertroffen. Dafür bedankte sich die Geschäftsleitung bei den Kunden
aber auch bei den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Anschließend
übernahm Herr Dr. Spieler von der Vilomix die Tagungsleitung.
 

Klauenveränderungen frühzeitig behandeln

Seminar Haldensleben FütterungsseminarDie Vortragsreihe im Rinderbereich eröffnete Herr Prof. Dr. Mülling vom Veterinär-Anatomischen Institut der Universität Leipzig. Er unterstrich die Bedeutung von Klauengesundheit für den ökonomischen Erfolg im Milchviehbetrieb und zeigte eindrucksvoll die Probleme auf, mit denen als Folge unerkannter Klauenveränderungen gerechnet werden muss. So bezifferte Prof. Mülling den finanziellen Verlust durch ein Klauengeschwür mit 300-500€. Praxiserhebungen zeigten, dass nur 10-25% der lahmen Kühe erkannt werden. Entscheidend sei jedoch eine frühzeitige Behandlung.
 

Antibiotikaeinsatz durch Mastitisdiagnose reduzieren

Im Anschluss erläuterte Frau Dr. Koch vom Tiergesundheitsdienst Sachsen-Anhalt Möglichkeiten zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes durch eine gezielte Mastitisdiagnostik. Mit wissenschaftlich fundierten Therapieentscheidungen kann die Menge der verwendeten Euterinjektionen bei klinischen Mastitiden um bis zu 50% reduziert werden. Grundvoraussetzung hierbei ist die Beurteilung der betroffenen Tiere hinsichtlich ihrer Therapiewürdigkeit und die Nutzung des unterstützenden Einsatzes von Entzündungshemmern.
 

Eiweissfutter mit Futterzusatz ProtiSpar® einsparen

Aus dem Hause Vilomix referierte Produktmanager Lukas Obermeyer zum
Einsatz von VILOMIN® ProtiSpar® in der Milchkuhfütterung. Kombinationen
ätherischer Öle ermöglichen es, gezielt auf die Proteinverwertung im Pansen
Einfluss zu nehmen. Über eine Verminderung der sogenannten „Hyper ammonia
producer“ kann der Abbau von Aminosäuren und damit die Bildung von Ammoniak
reduziert werden. Die Senkung der Stickstoffverluste erhöht das Proteinangebot
auf der Dünndarmebene. Somit kann der Einsatz von Proteinträgern (Soja/Raps)
in den betreffenden Rationen um ca. 0,5 kg reduziert werden. Diese Ergebnisse
konnten von Kristin Weickert (Herdenmanagerin auf dem Gut Trossin) sehr
überzeugend bestätigt werden. Seit bereits 2 Jahren werden die 1.350 melkenden
Kühe mit einem ProtiSpar®-Mineral gefüttert. Monatlich können auf diesem Wege
15-20t Eiweißträger eingespart werden. Die Milchleistung und Inhaltsstoffe blieben
durch den Einsatz von ProtiSpar® unverändert.
 

Ausstieg aus Milchquote 2015 meistern

Ein Blick in die Zukunft wagte Herr Reimann als Geschäftsführer der Milchland GmbH Veilsdorf und der Waisagrund Agrar GmbH Crock. Er zeigte am Beispiel der von ihm geführten Unternehmen auf, wie wichtig es ist, sich langfristig auf die Zeit nach dem Milchquotenende 2015 vorzubereiten. Dabei betonte er, dass es nicht sinnvoll sei, auf Entscheidungen von außen zu warten. Jedes Unternehmen müsse innerbetrieblich seine „Hausaufgaben“ machen. Definierte Umsatzziele und Produktionskennzahlen stehen dabei genauso im Blickpunkt wie eine nachhaltige Partnerschaft mit den Molkereien.
 

Vergleich Milchproduktion in Amerika

Zum Abschluss der Veranstaltung vermittelte Herr Dr. Füller (Deutsche Vilomix) den Anwesenden interessante Impressionen seiner Reise durch Amerika. Er hob dabei die Unterschiede amerikanischer Milchfarmen zur deutschen Milchproduktion hervor. Daraus wurde deutlich, dass der Leistungsvorsprung amerikanischer Kühe aus den unterschiedlichsten Faktoren resultiert. Neben genetischen Einflüssen und dem Einsatz in Deutschland nicht zugelassener Wirksubstanzen bzw. den Stoffwechsel entlastender Futterzusatzstoffe spielt der Kuhkomfort eine entscheidende Rolle.
 
 

Fütterung ist entscheidend für Darmgesundheit

Seminar Haldensleben Fütterungsseminar

Das Seminar für Schweinepraktiker startete mit einem Vortrag von Dr. med. vet. Andreas Spieler (Deutsche Vilomix). Er erläuterte Möglichkeiten zur Stabilisierung des Verdauungstraktes beim Schwein durch gezielte Fütterungsmaßnahmen. Dabei kam es ihm als Fachtierarzt für Tierernährung darauf an, den engen Zusammenhang zwischen einem im mikrobiellen Gleichgewicht befindlichen Magen-Darm-Trakt und einer daraus resultierenden hohen Leistungsbereitschaft der Zuchtsauen, Ferkel und Mastschweine darzustellen.
Kombinationen verschiedener Futterzusatzstoffe sind in der Lage den Stoffwechsel der Tiere zu entlasten und gleichzeitig die Stickstoffausscheidung zu minimieren. Aktuelle Versuchsergebnisse aus dem Hause Vilomix zeigten, dass es möglich ist, unter Nutzung des sogenannten EVA-Konzeptes den Deckungsbeitrag pro Mastschwein um 3€ zu steigern. Grundlage des Futter-Konzeptes sei ein spezielles Zusammenspiel von Enzymen, Vitaminen und Aminosäuren. …weitere Infos
 

Salmonellenbekämpfung Produktionsstufen übergreifend

Frau Dr. Vergara vom Sächsischen Schweinegesundheitsdienst zeigte in ihrem Vortrag Möglichkeiten zur Reduzierung der Salmonellenbelastung in schweinehaltenden Betrieben auf. Sie stellte klar heraus, dass eine effektive Salmonellenbekämpfung nur durch abgestimmte Diagnostik- und Bekämpfungsmaßnahmen zwischen allen Produktionsstufen einer Erzeugerkette möglich ist. Neben einer Früherkennung des Salmonelleneintrages sind die serologische Überwachung und die Erstellung bakteriologischer Bestandsprofile von entscheidender Bedeutung. Es wurden alle Schritte einer erfolgreichen Salmonellenbekämpfung in einem entsprechenden Leitfaden des Sächsischen Schweinegesundheitsdienstes zusammengefasst.
 

Sauenmilch und Gallenflüssigkeit zur Diagnose
von Mycotoxinen ungeeignet

Mit der richtigen Interpretation von Mykotoxinbefunden beschäftigte sich Herr Prof. Dr. Dänicke vom Institut für Tierernährung in Braunschweig. Er stellte den komplexen Wirkmechanismus verschiedener Mykotoxine im tierischen Organismus dar. Während Prof. Dänicke zur Abklärung von Verdachtsdiagnosen auf Mykotoxine die Futteruntersuchung favorisierte, schätzte er die Untersuchung biologischer Substrate wie Sauenmilch und Gallenflüssigkeit als kritisch bis ungeeignet ein. Zur Begründung führte er unter anderem die Verwendung nicht geprüfter Analysenmethoden und die Erfassung nicht toxischer Derivate über ELISA-Methoden an. …weitere Infos
 

Positive Entwicklung durch Bestandsaustausch

Rechnet sich ein Bestandsaustausch? Diese Frage beantwortete Herr Hecht als Leiter der Tierproduktion für die Agrargenossenschaft Ländeken e.G. in Meinsdorf. Auf Grund einer stagnierenden Herdenleistung in Verbindung mit einem schlechten Gesundheitszustand und entsprechend hohen Tierarztkosten entschloss man sich für den Bau eines neuen Sauenstalles zur Trennung der Produktionsbereiche und zur Erweiterung der Schweinemastkapazitäten, die es dem Betrieb erlaubten, im geschlossenen System zu arbeiten. Mit dem Umbau wurden die gesetzlichen Forderungen an den Platzbedarf der Tiere übererfüllt und damit dem Tierwohl Rechnung getragen. Die ersten Ergebnisse des neuen Schweinebestandes zeigen eine deutliche Verbesserung der biologischen Leistungen bei gleichzeitig auf ein Drittel verminderten Tierarztkosten. Diese positive Entwicklung zeigt eindeutig, dass der Bestandsaustausch mit den verbundenen Neu- und Umbaumaßnahmen der richtige Schritt war.
 

Großgruppe und Sortierung erfolgreich für die Schweinemast

Ebenfalls mit den Ergebnissen von Neubaumaßnahmen beschäftigte sich Herr Pieper als Geschäftsführer der Agrargenossenschaft Züllsdorf e.G. Sind Großgruppen in Verbindung mit Sortierschleusen das System der Zukunft in der Schweinemast? Diese Frage versuchte Herr Pieper in einem eindrucksvollen Vortrag am Beispiel seines Stalles Nr. 7 zu beantworten. Hier wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Hölscher und Leuschner ein Stall für zwei Großgruppen mit jeweils 500 Tieren gebaut. Die Optimierung der Haltungsbedingungen stand im Vordergrund. Erste Schlachtergebnisse zeigten, dass es möglich war, die bisherigen Sortierkosten um fast 2€ zu vermindern. Die Bereitschaft der Mitarbeiter, sich mit technischen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und diese für die Tiere zu optimieren, sieht Herr Pieper als eine der Grundvoraussetzungen an, damit Großgruppen in Verbindung mit Sortierschleusen auch als System der Zukunft bezeichnet werden können.
 

Mineralfutter Schweine Rinder HaldenslebenViel Know-how zur Herstellung von Mineralfutter und Premixe nötig

An beiden Seminartagen hatten die Teilnehmer nach Abschluss der Vortragsveranstaltung die Möglichkeit, mit dem Leiter des Werkes Haldensleben Herrn Mark Zimmermann einen Blick in die Produktion des Mineralfutterwerkes zu werfen. Die Teilnehmer konnten sich ein Bild über die hohen Qualitätsanforderungen im täglichen Produktionsprozess machen.
 
 

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