Trends in der Tierernährung

Fachgespräch über Futtereffizienz und Welternährung        Tagungsband herunterladen

Neuenkirchen-Vörden (as) - Wirkstoffe in der Tierernährung zur Sicherung der Welternährung stand kürzlich im Mittelpunkt des Fachgespräches der Deutschen Vilomix Tierernährung GmbH in Neuenkirchen-Vörden, zu der Kunden aus ganz Deutschland eingeladen wurden. Die Vilomix ist einer der führenden Hersteller von Vormischungen
und Mineralfutter für die Tierernährung.
 
Vilomix Premix Mineralfutter Tagung
Foto (v.l): Dr. Bernhard Wesseling (Geschäftsführer Deutsche Vilomix), Dr. Albert Hortmann-Scholten, Prof. Dr. Wilhelm Windisch, Dr. Andreas Spieler, Dr. Andreas Dreishing (Geschäftsführer Deutsche Vilomix), Dr. Dieter Mischok und Prof. Dr. Christoph Mülling
 
 

Weltmarktentwicklungen beeinflussen nationalen Schweinepreis

Vier Experten referierten unter der Moderation von Dr. Albert Hortmann-Scholten von
der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Bei einem Selbstversorgungsgrad von
118 % bei Schweinefleisch und der Abhängigkeit vom Export haben Entwicklungen
auf dem Weltmarkt unmittelbaren Einfluss auf den nationalen Schweinepreis.
Gleichzeitig werde der Druck auf die Schweinehaltung steigen. Das neue Freihandelsabkommen mit Kanada und zukünftig auch mit den USA lassen die
Importzölle sinken. Neue nationale Gesetze und Verordnungen werden ebenfalls die Veredelungsbranche mit zusätzlichen Kosten belasten. In den Intensivgebieten der Schweineproduktion kommen nach Einschätzung von Dr. Hortmann-Scholten über
die neue Nährstoffverbringungsverordnung bei der Gülleentsorgung zusätzliche
Kosten von bis zu 8 Euro pro Mastschwein auf den Mäster zu. Er empfahl nach
Reserven zu suchen und diese konsequent umzusetzen, um Kosten zu sparen.
 

Klauenerkrankungen kosten bis 500 Euro

Über die Bedeutung der Fütterung für die Klauengesundheit bei Rindern referierte
Prof. Dr. Mülling von der Veterinärmedizinischen Fakultät der Uni Leipzig. Nach seiner Aussage werde die multifaktorielle Erkrankung der Klauen auf vielen Milchviehbetrieben unterschätzt und zu spät erkannt. Aufgrund der hohen Kosten von bis zu 500 Euro für eine Erkrankung sei eine Vorsorge ratsam. Die vielfältigen Ursachen (Haltung, Klauenpflege, Futterwechsel, Nährstoff-Versorgung) die zu einer Erkrankung führen, müssten in Erfahrung gebracht werden, empfiehlt der Experte. Die Klaue stelle die Schnittstelle zwischen der Kuh und seiner Umwelt dar.
 

80% des Immunsystems liegt im Magen-Darm-Trakt

Dr. med. vet. Andreas Spieler (Außendienst Deutsche Vilomix) erklärte die Möglichkeiten zur Stabilisierung des Verdauungstraktes beim Schwein durch gezielte Fütterungsmaßnahmen. Um zukünftig die hohen Ferkelzahlen oder Mastzunahmen halten zu können, müsste intensiv nach Fütterungskonzepten gesucht werden, die auf die Betriebe zugeschnittenen sind, empfahl der Fachtierarzt für Tierernährung. 80 % des Gesamtimmunsystems liegen im Magen-Darm-Trakt, die Darmzottenoberfläche sei dabei so groß wie ein „Fussballfeld“ und müsse unter idealen Bedingungen optimal gefüttert werden. Bei Ferkeln sei die frühe Futteraufnahme bereits bei der Sau entscheidend für die spätere Entwicklung. Deutliche Leistungsunterschiede wurden in entsprechenden Untersuchungen festgestellt.
 
Mit dem Fütterungskonzept VILOMIN® EVA für Mastschweine stellte Dr. Spieler ein mit NSP-Enzymen, Vitaminen und Aminosäuren ausgestattetes Futter vor, mit dem ein hohes Maß an Tierwohl und hohe Leistungen möglich seien. Über eine spezielle Wirkstoffkombination verbessere sich die Futterverwertung und der Schweinemäster könne Soja- und Rapsschrot in seiner Ration einsparen.
 

Wirkstoffe helfen bei der Welternährung

Prof. Dr. Windisch (Techn. Uni München) sprach über den Beitrag von Wirkstoffen in
der Tierernährung zur Sicherung der Welternährung. Um die stark steigende Weltbevölkerung zukünftig ernähren zu können, sei eine ständige Optimierung der Fütterung und Entwicklung neuer Wirkstoffe unerlässlich. Nur eine effiziente Fütterung schone Ressourcen und landwirtschaftliche Flächen, betonte Prof. Windisch. Ein Weg zurück zu extensiver Bewirtschaftung ließe die Kosten für Lebensmittel steigen und mache aus seiner Sicht keinen Sinn.
 

Schlachtbefunde nutzen für Schwachstellenanalyse

Über die Auswertung der Schlachtbefunde zur Beseitigung von Schwachstellen in der Tierhaltung sprach Tierarzt Dr. Mischok von der Westfleisch. Aus dem ermittelten Gesundheitsindex auf Basis der Schlachtdaten werde ein Beratungs-konzept für die Betriebe ermittelt.
 
 
Vilomix Geschäftsführer Dr. Wesseling gibt   
einen Rückblick in seiner Begrüßung  
                                auf das erfolgreiche Jahr 2013  
Neuenkirchen 28. November 2013 
 

 

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